MARTIN TICHY
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PERSÖNLICHES

Über mich und die Dinge, die mir wichtig sind

GEBOREN UND AUFGEWACHSEN IN TÜBINGEN

Im Juli 1969 – wenige Tage bevor der erste Mensch auf dem Mond landet – wurde ich im  schwäbischen Tübingen am Neckar geboren. Am Rande des Naturparks Schönbuch, und mit dem Blick auf die Schwäbische Alb, hat hier vor über 500 Jahren ein weit vorausschauender Graf eine der ersten Universitäten gegründet; damals eine der ärmeren Regionen Europas. Hier bin ich zusammen mit meinen Eltern Herbert und Ursula und meinen jüngeren Geschwistern Rainer, Irene und Angelika aufgewachsen.

 

Die Universität prägt die Stadt und die Menschen die in ihr aufwachsen, leben und arbeiten, wobei die meisten nur vorübergehend in Tübingen zuhause sind. Mit 85.000 Einwohnern ist Tübingen auch heute keine Großstadt, die älteren Stadtteile haben sich bis heute ländliche Kerne erhalten.

EINSTIEG INS BERUFSLEBEN

Vater Wissenschaftler, Mutter Gymnasiallehrerin, gutes Abitur, Zivildienst im Jugendnaturschutz Tübingen – nach 13 Jahren Schule wollte ich nicht direkt studieren und wieder in  Klassenräumen sitzen. „Etwas mit den eigenen Händen und mit Holz“ schien mir der bessere Einstieg ins Berufsleben.

 

Dass "Holz" überwiegend Spanplatte und "mit den Händen" der Einsatz von Maschinen bedeutet, wurde mir schnell klar. Ich entdeckte aber auch, dass Maschinen und moderne Holzwerkstoffe völlig neue Möglichkeiten eröffnen, und die Erkenntnis, dass Massivholz nicht immer öko, jedoch die Spanplatte nachhaltiger und besser als ihr Ruf ist, hat mich damals nicht desillusioniert, sondern motiviert.

Nach zehn interessanten und erfolgreichen Jahren als Schreinergeselle und den ersten Schritten als Gemeinderat, beschäftigte mich eine Frage immer mehr: „Wie geht es weiter, wohin willst Du Dich entwickeln?“.  Von der damals noch jungen CAD/CNC-Technik begeistert und ohne Ambitionen, einen eigenen Betrieb zu gründen, habe ich mich bewusst für ein duales Studium zum Dipl.-Ing. Holz- und Kunststofftechnik entschieden.

 

Mit fast 30 Jahrgangsältester und seit über 10 Jahren fern von Unterrichtsräumen und höherer Mathematik oder Physik, stellte ich mich mit Begeisterung dieser neuen Herausforderung und schuf damit die Basis für eine eigenständige Entwicklung und mehr Verantwortung.

 

Im Handwerk sind die Wege kurz, die Ansprachen direkt, Kollegen, Vorgesetzte und Kunden sind ein Querschnitt durch unsere komplette Gesellschaft. Bodenständigkeit, Lösungsorientierung und Kommunikation, das habe ich in meinen ersten Berufsjahren kennen und schätzen gelernt,

und davon profitiere ich noch heute.

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EIN SCHWABE IN GRIESHEIM

Neue berufliche Herausforderungen haben meine Frau und mich vor 14 Jahren nach Griesheim geführt. Dass ich hier ein neues Zuhause finden und sesshaft würde, war zunächst nicht abzusehen. Nach Zwischenstationen in Karlsruhe und der Eifel habe ich vor mehr als 10 Jahren in Griesheim eine Stelle in der Kunststoff-verarbeitung gefunden; in einem Betrieb, der seit über 35 Jahren Kunststoffteile herstellt, die von Griesheim aus auf den Straßen und in Märkten in der ganzen Welt zu sehen sind.

 

Dass Griesheim einen ganz eigenen Charme hat und keineswegs im Schatten seiner deutlich größeren Nachbarstadt steht, wurde uns schon nach kurzer Zeit klar. Und so wurden meine Frau und ich vom Mieter zu Doppelhausbesitzer, und Griesheim der Ort, der auch zukünftig unsere Heimat sein soll. „My home is my castle“ – oder besser noch: „Wo ich baue, da will ich mich niederlassen, da möchte ich bleiben.“

VOM NATURSCHUTZ ZUR KOMMUNALPOLITIK

Die Vogelbeobachtung mit dem Fernglas war mein Einstieg in den klassischen Natur- und Umweltschutzschutz – mit Nistkästen, Krötenzäunen und Jugendzeltlager.  Ich kämpfte gegen das Waldsterben, verschmutzte Flüsse und Meere, Atombomentests, Nachrüstung.

 

"Global denken – lokal handeln", hier und jetzt die Dinge anpacken und verändern, mit Blick nach vorne und über den Tellerrand hinaus. Dieser Ansatz, den ich noch heute verfolge, führte mich mich bereits als Jugendlicher in die Kommunalpolitik. 1994 bin ich mit 25 Jahren für die Alternative und Grüne Liste (GAL) in den Tübinger Gemeinderat eingezogen.

Nachdem ich in Griesheim heimisch geworden bin, habe ich hier mein kommunalpolitisches Engagement fortgesetzt und setze mich seit 2011 als Stadtverordneter für Bündnis90/DIE GRÜNEN und unsere Stadt aktiv ein.

 

Die offene Kommunikation mit den hier lebenden Menschen, eine vorausschauende Planung sowie solide Finanzen sind für mich die Basis guter politischer Arbeit und einer erfolgreichen Stadtentwicklung.

IM GLEICHGEWICHT – FAMILIE UND FREIZEIT

Engagement im Beruf und in der Kommunalpolitik, dies geht für mich nur mit einem ruhenden Gegenpol, der dies akzeptiert und mitträgt, sowie durch einen aktiven körperlichen Ausgleich.

 

Der ruhende Gegenpol ist meine Frau Diane, mit der ich seit über 25 Jahren zusammen bin. Den körperlichen Ausgleich finde ich im Sport – insbesondere auf dem Rad, aber auch beim Laufen oder Schwimmen.

 

In der Ruhe und Ausdauer schöpfe ich Kraft. Als Randonneur habe ich auf dem Rad schon Langdistanzen von mehr als 1000 km am Stück bewältigt.

DIE LANGDISTANZ HAT VIELES MIT ERFOLGREICHER POLITIK GEMEINSAM

>  Gute Vorbereitung und eine gute Kenntnis der eigenen Stärken und Schwächen sind die Basis für eine erfolgreiches Finish.

>  Ruhe, Ausdauer und ein langer Atem helfen über schwierige Stunden hinweg und durch widrige Bedingungen hindurch.

>  Sich mit anderen zusammen zu schließen und zusammen zu arbeiten, ist sinnvoller als nur auf die eigenen Kräfte zu bauen.

>  Die Strecke bewältigt zu haben, ist ein Erfolg, den man mit anderen teilt und eine Belohnung für den Einsatz und die Anstrengung.

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